Authentische Portraits – Was bedeutet Authentizität? (Teil 1)

Im ersten Teil der Serie über authentische Portraits geht es um die Begriffe Authentizität und authentischen Portraits. Bei Wikipedia wird Authentizität definiert als

Echtheit im Sinne von ‚als Original befunden‘.

Es scheint erst mal klar, was authentische Portraits nicht sind. Zunächst einmal sind alle Aufnahmen von Menschen, die gestellt sind, keine authentischen Portraits. Dazu zählen beispielsweise Bewerbungsbilder, Model- und Beauty-Shootings. Bei diesen Aufnahmen gibt der Fotograf den Models konkrete Anweisungen: „Kinn runter, Kopf nach vorne, schau mal nach rechts, jetzt lächeln, einmal bitte über die Schulter schauen“. Das ist auch wichtig, um die je nach Genre gewünschten Posen abzulichten. Ich fotografiere meine authentischen Portraits komplett ohne Anweisungen. Weil jede unnatürliche Pose des Models das Bild unnatürlich wirken lässt. Und dass sieht man diesen gestellten Bildern auch an. Ein natürliches Lachen ohne Auforderung dazu wirkt ganz anders als ein gestelltes Lachen.

Für mich sind authentische Portraits Bilder von Menschen, die sich vor der Kamera so geben, als wäre die Kamera gar nicht da.

Klingt alles plausibel, aber wie kann man authentische Portraits in der Praxis machen? Gerade bei Studio-Shootings ist die Technik, Kamera, Blitze, Softboxen, usw. sehr präsent und das Model fühlt sich wie auf dem Servierteller.

Meine Herangehensweise an authentische Portrait-Shootings besrpche ich im zweiten Teil der Serie.

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